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15.09.2017 · Salbei und Co…
… viele Heilkräuter sind in Vergessenheit geraten, welche uns bei den meisten Wehwehchen im alltäglichen Leben mit ihrer positiven Wirkung unterstützen können.
Auch in der Zahngesundheit kann der eigene Kräutergarten einerseits eine gute Prophylaxe gegen Zahnkrankheiten sein, andererseits kann man mit ihm auch Krankheiten behandeln oder lindern.

Natürlich steht die allgemeine Mundhygiene mit Zahnbürste und Co. im Vordergrund und kann nicht durch das Kauen von Kräutern oder die Spülung mit Tees ersetzt werden. Allerdings bilden vor allem Pflanzen mit antibakteriellen Eigenschaften eine sinnvolle Ergänzung zu der regulären Zahnpflege, da sie die angegriffenen Stellen zusätzlich "desinfizieren" und beruhigen.

Besonders empfehlenswerte Pflanzen, die jeder kennt und in jedem Tee- und Kräuterschrank nicht fehlen sollten, sind Salbei, Kamille und Melisse.

Verantwortlich hierfür sind die Inhaltsstoffe der Heilpflanzen, die beispielsweise desinfizierende oder entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen und somit sich auch für die naturheilkundliche Zahnbehandlung eignen. Die Anwendung kann in der Mundhöhle gegen vielfältige Probleme helfen, besonders aber senken sie das Risiko für die Entstehung der großen, meist verbreiteten Zahnprobleme wie Parodontitis – auch Parodontose genannt – und Karies.

Salbei zum Beispiel ist reich an Vitaminen, vor allem Vitamin C und Vitamin B3. Aber die besonderen Bestandteile der Pflanze sind die vielen ätherischen Öle, die sogenannten Terpene. Diese wirken antibakteriell, antiviral und antitumoral und sorgen auch für den typischen Salbei-Geschmack. Gerbstoffe in den Blättern wirken zudem desinfizierend, antioxidativ und entzündungshemmend. Salbei setzt man bei Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen ein. Hier können die puren Blätter langsam zerkaut und die ätherischen Öle im Mund verteilt werden oder es sind auch Spülungen mit Salbeitee möglich.

Zusätzlich ist Salbei für seine schweisshemmende Wirkung bekannt. Ein Fußbad mit Salbeiblättern wirkt hervorragend. Salbeiblätter als Tee zubereitet ist hilfreich für den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an. Zudem kann er bei Halsentzündungen, Husten und anderen Erkältungserscheinungen getrunken werden.

Der Tausendsassa unter den Heilpflanzen - die Kamille ist durch seine schmerzlindernde, entzündungshemmende, wundheilende und antibakterielle Wirkung ein sehr beliebtes Hausmittel.

Bei Zahnschmerzen ist es sinnvoll Kamillentee zu kochen und damit gründlich zu spülen. Alternativ kann auch aus den Blüten ein Umschlag hergestellt werden, welcher auf die schmerzende Stelle gelegt wird.

Weiterhin ist Kamille für ihre Anwendung bei Magen- und Darmbeschwerden und bei Blasenentzündungen bekannt. Auch ein Dampfbad bei Erkältungen wie Schnupfen hat sich nicht nur bei Erwachsenen bewehrt.

Melisse als Letzten genannt, ist besonders für die beruhigende Wirkung auf das Nervensystem bekannt. Zusätzlich wirkt sie durch ihre ätherischen Öle, Bitter- und Gerbstoffe schmerzlindern und kann somit auch sehr gut bei Zahnschmerzen eingesetzt werden.

Die Blätter können wie beim Salbei pur gegessen oder als Tee zum Spülen zubereitet werden.

Besonders bei Entzündungen in der Mundhöhle ist es jedoch wichtig, dass die Flüssigkeit vom Spülen nicht geschluckt wird – die Bakterien sollen schließlich aus dem Körper heraus und nicht tiefer hinein gelangen.

Natürlich gibt es noch eine Reihe von anderen Pflanzen und Hausmitteln, welche in der Zahngesundheit eine Rolle spielen. Kurz genannt: z. B. die Gewürznelke, Zwiebelumschlag, Salzlösung, Leinsamenumschlag uvm.